Comfort Food

Essen für die Psyche –
„Comfort Food“

Wie Essen uns hilft, in unsicheren Zeiten mit Angstgefühlen und Langeweile umzugehen

DER RICHTIGE ZEITPUNKT FÜR „Comfort Food“

Essen war schon immer eine Form des Genusses. Wir widmen uns diesem Thema in unserem globalen 2020 Trend „Live Intense“. Hier unterstreichen wir die Bedeutung multisensorischer Genusserlebnisse und haben die folgenden drei Subtrends identifiziert:

  • #foodporn: Ein weit verbreiteter Hashtag, um Genussmomente und faszinierende Esserlebnisse in sozialen Medien zu teilen, die von Lebensmittel- und Getränkeherstellern aufgegriffen wurden. Mit einer Vielzahl an Farben, Texturen und Geschmacksrichtungen bieten diese Produkte selbstverständlich ein angenehm überraschendes multisensorisches Erlebnis.
  • Attention: Um nach außen sichtbar zu sein, muss man zuerst um die Aufmerksamkeit der Konsumenten kämpfen. In Zeiten in denen Verbraucher einer Flut an Informationen ausgesetzt sind, haben Firmen kreative Maßnahmen entwickelt, um die Aufmerksamkeit der Verbraucher zu erregen. Dazu zählen unter anderem Gamification, Pop-up-Events, zeitlich begrenzte Angebote und Showkochen mit „Rockstar-Köchen“.
  • World foods: Konsumenten sind es gewöhnt ihren Horizont in Bezug auf Lebensmittel und Getränke durch Reisen zu erweitern. Daher möchten sie auch zu Hause – insbesondere in Zeiten von Lockdowns oder Reisebeschränkungen aufgrund von COVID-19 - nicht darauf verzichten. Neben der japanischen Küche stehen in diesem Jahr weitere aufstrebende Küchen aus Zentralasien und Afrika im Mittelpunkt.

Essen als Erlebnis und Quelle des Vergnügens ist nichts Neues. Angesichts der aktuellen Situation von Lockdowns und Einschränkungen in unserem täglichen Leben aufgrund von COVID-19 hat dieses Thema bei den Konsumenten jedoch noch mehr Beachtung gefunden. Die äußere Unsicherheit einer globalen Pandemie in Verbindung mit einer Wirtschaftskrise hat bei vielen Stress- und Angstgefühle hervorgerufen. Darüber hinaus kann es zu Langeweile kommen, wenn man mehr Zeit zu Hause verbringt als gewöhnlich.

In diesem Artikel beschäftigen wir uns mit der Bedeutung von “Comfort Food”, um mit emotionalen Unsicherheiten  umzugehen.  Wir sehen hier auch Chancen für Lebensmittelhersteller, Einzelhändler und Food-Service-Betreiber bei der Entwicklung neuer Produkte. 

 

Was ist „Comfort Food“?

Nach dem Cambridge Dictionary wird „Comfort Food“ definiert als „Essen, welches Menschen zu sich nehmen, wenn sie traurig oder besorgt sind, oft süßes Essen oder Essen, das Menschen als Kinder gegessen haben“. Diese Definition legt nahe, dass es sich um ein sehr individuelles Konzept handelt und jeder seine eigene Definition von „Comfort Food“ hat.

Einige Lebensmittelkategorien wie Eis, Süßwaren, herzhafte Snacks und Desserts werden als die typischen Formen von Comfort Food angesehen. Sie alle haben die Gemeinsamkeit, dass Verbraucher, wenn es um „Essen für die Psyche“ geht, in der Regel nicht auf ihre Kalorienaufnahme oder den Nährwert der von ihnen konsumierten Lebensmittel achten. Während COVID-19 haben 56% der Verbraucher weltweit mehr „Comfort Food“ gekauft als vor COVID-19. In Amerika ist dieses Verbrauchersegment mit mehr als 60% sogar noch höher (Quelle: FMCG Gurus).

Es gibt verschiedene Dimensionen von „Comfort Food“, die es zu erkunden gilt:

  • Snacks: Wenn man mehr Zeit als gewöhnlich zu Hause verbringt, sucht man häufiger nach Snacks für eine kurze Pause oder Ablenkung dazwischen. Snacks für den Konsum zu Hause sind auf dem Vormarsch.
  • Genuss: Es ist fast selbstverständlich, dass Genuss ein wichtiger Teil von „Comfort Food“ ist. Man möchte sich einen angenehmen und verwöhnenden Moment gönnen.
  • Erschwingliche Naschereien: Insbesondere in den derzeit unsicheren Zeiten und einer drohenden globalen Rezession ist es wichtig, dass die Leckereien nicht nur wohlschmeckend, sondern auch erschwinglich sind.
  • Nostalgie: „Comfort Food“ wird oft in Verbindung gebracht mit Essen aus unserer Kindheit. Nostalgie ist daher ein interessantes Element, das hier benutzt werden kann und das stark auf den lokalen Markt zugeschnitten sein muss, da traditionelle Gerichte von Land zu Land variieren und sich manchmal sogar von Region zu Region innerhalb eines Landes unterscheiden.
  • Textur: Interessanterweise spielt die Textur bei „Comfort Food“ auch eine wichtige Rolle. Verbraucher verbinden einige Texturen mehr mit „Comfort Food“ als andere. Zum Beispiel assoziieren 49% der chinesischen Verbraucher eine „glatte“ Textur mit „Comfort Food“, während dicke, sandige oder grobe Texturen am wenigsten damit in Verbindung gebracht werden. (Quelle: Mintel)

 

China: 'which of the following texture of foods would you choose as comfort foods (foods used to adjust mood)'?, consumers who have used food to adjust mood, % of consumers who agree, April 2018

 

Im Folgenden zeigen wir einige Comfort Food Konzepte aus verschiedenen Märkten:

 

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